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2 Wochen zuvor

Lena M. Brand
Von bepelzten Hintern & spitzen Ohren

Von bepelzten Hintern & spitzen OhrenIm Rahmen unseres Gewinnspiels zum 6-monatigen Jubiläum von WSQ baten wir unsere Leser*innen gemeinsam eine queere Geschichte zu schreiben. Nach einer Woche, in der viel gelacht wurde, stand eine Story, welche sage und schreibe sechs (!!) Din A4 Seiten umfasst.
Wir haben die Geschichte im Anschluss liebevoll lektoriert und korrigiert und freuen uns, Euch diese nun präsentieren zu dürfen.

Unser herzlicher Dank geht an die Autorinnen Jana Pester, Jacqueline Wetzold (Béliers Fantastische Welt), Christiane Hops, Chrisi Hecht & Tris Kele (Buchsüchtig), die verdient für ihr unermüdliches Engagement gespickt mit viel Witz, Charme und Mut etwas Neues auszuprobieren, gewonnen haben!

Von bepelzten Hintern & spitzen Ohren
Eine Fantasy-Gay-Verrückte Geschichte


An diesem sonnigen Samstag-Nachmittag war der Park gut besucht. Vollkommen außer Atem steuerte Nicky die nächste Bank an und ließ sich auf die Sitzfläche fallen. Endlich wurde es Frühling. Als Nicky seine Brotbox öffnete, musste er lachen. Gleich darauf leckte ihm eine raue Zunge über den Handrücken und erschrocken blinzelten ihn drei purpurfarbene Augen an, in denen sich das Sonnenlicht, das durch das dichte Blätterdach über ihm fiel, brach. Nicky streckte zurückhaltend die Finger seiner linken Hand aus, und strich mit ihnen vorsichtig über den grünbeschuppten Kopf, der sich ihm neugierig entgegenstreckte.
»Was soll ich nur mit dir machen«, murmelte er, während seine Gedanken zum Donnerstag der vergangenen Woche abschweiften.

An dem Tag hatte es geschüttet wie aus Eimern. Es fing vormittags an und hörte nicht mehr auf und selbst als Nicky spätabends aus der Arbeit kam, regnete es noch ununterbrochen. Natürlich hatte er sich weder den Wetterbericht angesehen noch einen Schirm von Zuhause mitgenommen. Das Wasser fing bereits an, seine Kleidung zu durchweichen. Während er zur nächsten Bushaltestelle ein paar hundert Meter entfernt eilte, hatte er etwas aus dem Augenwinkel bemerkt, was seine Aufmerksamkeit erregte: Drei purpurfarbene Augen hatten seinen Blick eingefangen, als sich das Licht der Straßenlaternen in ihnen gebrochen hatte. Nicky war neugierig geworden und hatte, alle Zweifel beiseiteschiebend, einen Blick riskiert.
Was er sah, hatte ihn erst zurückzucken lassen, doch dann war er doch auf die Knie gesunken, um sich zu vergewissern, dass seine Augen ihm keinen Streich gespielt hatten. Ein kleines, dickbäuchiges Wesen hatte sich ängstlich vor ihm zu verbergen versucht. Das dichte, kohlenschwarze Haar, das nur am Kopf von grünglänzenden Schuppen unterbrochen wurde, hatte seidig im dämmrigen Licht der Straßenlaterne geglänzt. Nicky hatte sich langsam mit ausgestreckter Hand in der Hocke vorwärtsgleiten lassen, damit das Tierchen an seinen Fingern schnuppern konnte, und so vielleicht erkannte, dass er ihm nichts Böses wollte. Der kleine Körper hatte in etwa die Größe eines Meerschweines, was bei Nicky sofort seinen Beschützerinstinkt auf den Plan gerufen hatte. So ein kleines, zitterndes Wesen ganz allein hier draußen, und das noch bei dem Wetter. Dagegen musste er etwas unternehmen, hatte er sich gedacht.
Das Tierchen, welches vermutlich eine Art Kobold war, schien neugierig gewesen zu sein, denn es war tatsächlich nähergekommen und hatte an Nickys Fingern geschnuppert, nur um kurz darauf eine raue, zitronengelbe Zunge hervorschnellen zu lassen, um damit über Nickys Finger zu lecken. Dieser hatte es gewähren lassen und war so still geblieben, wie er nur konnte, um den kleinen Kobold weder zu erschrecken noch unbeabsichtigt zu verletzen.

Seitdem folgte ihm der Wicht auf Schritt und Tritt, zeigte sich nur, wenn er sich sicher fühlte. Nicky spürte, dass sie etwas verband, wenngleich er nicht genau wusste, was es war. Dass Nicky ihn heute in der Brotbox untergebracht hatte, und er nicht wie sonst neben ihm herlief, war auf den linken Fuß des Kleinen zurückzuführen, der etwas geschwollen war und ihm beim Auftreten wohl etwas schmerzte. Normalerweise hüpfte, kugelte und schnatterte der kleine Kobold um ihn herum und zeigte Nicky damit, dass er sich wohl und sicher in seiner Gegenwart fühlte. Aber irgendetwas war ihm zugestoßen, das ihn verletzt hatte. Und so trug Nicky ihn nun in der Box und überlegte, wie er ihm wohl helfen konnte.
Gedankenverloren kraulte er die samtigen Ohren, als ein reißendes Geräusch ihn zusammenfahren ließ. Nicky meinte einen blau-violetten Blitz wahrzunehmen und sah sich misstrauisch um. Träumte er oder waren die Blätter des Busches hinter ihm von einem zarten Glitzer bestäubt? Doch er hatte keine Zeit, sich lange darüber zu wundern, denn nur wenige Sekunden später trat ein Mann aus dem Gebüsch. Oder nein … Nicky blinzelte verwirrt. Diese Person ähnelte einem Mann, ob es wirklich einer war, blieb fraglich. Dass seine Haare gefärbt waren, war heutzutage sicherlich keine Besonderheit mehr, aber die unnatürlich blasse Haut und die spitzen Ohren, welche durch die bläulichen Haare hervorlugten, waren irgendwie seltsam. Sie wirkten echt. Im nächsten Moment musste Nicky über sich selbst lachen. Sicherlich war irgendwo eine Cosplay-Convention, die ihm entgangen war. Niemals war dieser…
»Hey … Kurt!« Der Fremde stürmte auf Nicky zu.
Kurt?! Instinktiv wich Nicky zurück und klappte schnell die Butterbrotdose zu, aus der umgehend ein geräuschvolles Rumoren zu vernehmen war.
»Lass das!«, fuhr der Fremde ihn an und seine violett schimmernden Augen blitzten empört. »Siehst du nicht, dass ich Kontakt zu meinem Jumpold aufgenommen habe?« Vorsichtig öffnete Nicky die Dose wieder und grinste gleich darauf entzückt, als ihn Kurt mit glänzenden Dreiaugen verschämt ansah.
»Jumpold?«, murmelte Nicky entrückt und starrte auf die fremden schlanken Finger, die ihm nun die Brotdose abnahmen.
»Ich verstehe ja, dass du sauer bist, aber musstet du gleich interportieren? Und dann auch noch…« Der Fremde sah sich um. »Hierhin?«
Kurt gab ein klackendes Geräusch von sich und der Fremde schüttelte mit einem wohlwollenden Missfallen den Kopf. »Und wer bist eigentlich du?«, wandte er sich anschließend an Nicky.
»Ich … ich … also …«, Nicky blieben die Worte im Hals stecken und die Fragen in seinem Kopf überschlugen sich. Woher war der blau – violette Blitz gekommen? Was war ein Jumpold? Wer war dieser fremde Kerl? Und was war hier überhaupt los? Interportieren? Von wo? Träumte er? Nein. Dafür fühlten sich die Sonnenstrahlen auf seiner Haut zu warm an. Sein Findelkind hieß also Kurt. Was für ein alberner Name für solch ein flauschiges Wesen.

Alle Muskeln in Nickys Körper spannten sich an, als er sich erhob, um dem Fremden Auge in Auge gegenüberstehen zu können. Nichts wäre schlimmer, als wenn dieser weiterhin auf ihn herabgeschaut hätte, denn dabei kam sich Nicky ausgeliefert vor und erweckte ihn ihm die Unsicherheit, keinerlei Fluchtmöglichkeit zu haben.
»Mein Name ist Nicky«, ließ er endlich mit fester Stimme vernehmen und beendete damit sein jämmerliches Gestammel.
»Und wer bist du? Etwa der Halter dieses… dieses…« Wieder suchte er nach Worten und ärgerte sich. »Wie nanntest du ihn? Jumpold? Ist das sein Name? Oder seine Art? Was bedeutet es?« Urplötzlich kam er sich unglaublich dumm vor. Hier stand er nun, hatte bis vor kurzem ein undefinierbares, flauschiges Etwas in der Hand gehalten, nur um jetzt mit einem Jemand zu diskutieren, den er auch nicht einordnen konnte.
Der Fremde begann schallend zu lachen. Tränen sammelten sich in seinen Augenwinkeln und er wischte sich mit dem Handrücken der linken Hand über die Augen, während er in der rechten die Brotdose hielt, in der immer noch Kurt hockte und aufgeregt klackerte. »Sein Halter? Oh nein! Wie absurd!«, lachte der Fremde. »Ein Jumpold ist doch kein Haustier. Weißt du denn gar nichts darüber, wie dieses Universum funktioniert? Wie alles miteinander zusammenhängt? Was alles dazu befähigt zu existieren? Wie kannst du hier leben, ohne zu wissen warum?« Der Fremde verfiel in einen Lachkrampf und schüttelte immer wieder ungläubig den Kopf, wenn seine Augen Nicky streiften.
Dieser stand wie ein begossener Pudel da, und wusste nicht, wie er sich verhalten sollte. Er kam sich einfach nur unheimlich veralbert vor. Was meinte der Kerl damit, dass ein Jumpold kein Haustier war? Und was hatte all das mit dem Universum zu tun?
Während sein Gegenüber nicht aufhören konnte zu lachen, begann es in Nickys Bauch zu rumoren und langsam machte sich dort eine immer stärker werdende Wut breit. Wie konnte dieser Fremde so beleidigend sein?! Ja ok, er konnte vielleicht die Fragen nicht beantworten, aber das gab diesem unverschämten Typen noch lange nicht das Recht, ihn regelrecht auszulachen.
Nicky hob den Kopf, verschränkte die Arme, schaute dem Mann mit den seltsamen Ohren fest in die Augen und fragte: »Bist du fertig mit Lachen? Wer bist du überhaupt? Und könntest du mir etwas genauer erklären, was du meinst? Immerhin hab ich mich um den kleinen Wusel gekümmert und ich möchte, dass es ihm gut geht!«
So plötzlich wie der Fremde angefangen hatte zu lachen, so plötzlich verstummte er auch wieder. »Du willst also wissen, wer ich bin? Und was ich mit all dem meine?«, entgegnete der Fremde leise und provozierend.
Während er sprach, konnte Nicky in dessen violetten Augen eine Veränderung wahrnehmen, die eigentlich nicht hätte sein dürfen, aber was war hier überhaupt noch normal?! Gerade eben funkelten sie noch belustigt, wurde deren Farbton jetzt deutlich dunkler und schimmerte fast schon lauernd. Plötzlich fühlte sich Nicky wie eine Beute im Blick des Jägers, und dieses Gefühl steigerte sich dann auch noch, als der Fremde langsam auf ihn zukam. Nicky wich vor ihm zurück, wurde aber nach zwei kleinen Schritten von der Bank in seinen Kniekehlen gestoppt. »Hey, was soll das?!«, rief er entrüstet, wobei seine Stimme nicht mehr ganz so sicher war, wie er es sich eigentlich gewünscht hätte. »Bleib da stehen, und antworte mir endlich!« Nein, er würde nicht zur Seite ausweichen und nein, er würde sich auch nicht wieder setzen. Er nahm allen Mut zusammen, verschränkte seine Arme vor der Brust und blieb erhobenen Hauptes stehen.
»Nun … Nicky«, antwortete der Fremde, »Du willst doch Antworten auf deine Fragen haben, und die will ich dir gerade geben». Direkt vor Nicky blieb er stehen, beugte sich jedoch nochmals kurz zur Seite, um die Brotdose samt Kurt auf die Bank zu stellen. »Mach keinen Unsinn und bleib hier Kurt!« knurrte er warnend, danach richtete er sich wieder zu seiner vollen Größe auf und konzentrierte sich auf Nicky.
Als der Fremde, verflixt – Nicky wollte endlich dessen Namen wissen – so unmittelbar vor ihm stand, wurde ihm bewusst, dass sein Gegenüber gut an die 1,95 m groß sein musste. Schließlich war Nicky mit seinen 1,90 m selbst nicht gerade klein und er blickte genau auf die vollen Lippen des Fremden. Einerseits hoffte er endlich eine Antwort zu erhalten. Andererseits hatte er aber auch das Gefühl, dass sein Gegenüber genau wusste, dass er ihn auf eine gewisse Art am Haken hatte. Nicky sah ihn an und fragte mutig: »Wie ist dein Name?«
»Alex! Ich heiße Alex! Warum stierst du denn so auf meine Lippen? Hab ich etwa was zwischen meinen Zähnen kleben?«, hörte er ihn kurios fragen.
Hastig schüttelte Nicky den Kopf und sah verlegen zu Boden. Ihm schlug das Herz bis zum Hals. Er hatte Angst, dass sein Gegenüber bemerken konnte, wie unruhig er wurde. Wie sollte er Alex denn erklären, was gerade mit ihm los war? Nicky sah wieder auf, doch schon einen Augenblick später spürte er Alex’ warme, weiche Lippen auf seinem Mund. Leicht und federnd tanzte dessen Atem über seine Haut. Nickys Herz überschlug sich. Er spürte, wie der Beau langsam an seinen Lippen knabberte, seine muskulösen Arme um ihn schlang und mit der Zunge wild in seinen Mund eintauchte, um seine zu umspielen. Doch woher wusste Alex von seiner Sehnsucht? Oder konnte es sein, das er Tagträume hatte und sich jetzt vollkommen zum Affen machte?
Nein. Das hier fühlte sich erschreckend real an. So real, dass sich alles in Nickys Kopf zu drehen schien. Er konnte nicht mehr sagen, wo unten und wo oben war. Sein gesamtes Sein war auf seine Lippen, die von Alex verschlungen wurden, zusammengeschrumpft. Niemals zuvor hatte er sich so sehr vor jemandem gefürchtet und sich gleichzeitig von ihm angezogen gefühlt. Die widersprüchlichen Gefühle in seinem Innern kämpften gegeneinander an und es war nicht abzusehen, welches den Sieg davontragen würde.
Ein kühler Hauch streifte sein Gesicht und Nicky wurde bewusst, dass es nicht sein Geist war, der Achterbahn fuhr, sondern dass sie sich tatsächlich umeinander drehten und rasend schnell in die Lüfte aufstiegen.
Hastig krallte Nicky die Finger fester in den rauen Stoff der Jacke, die Alex trug. Presste seinen Körper noch dichter an ihn und blendete alles aus, was nicht mit Alex' Lippen an seinem Mund zusammenhing.
Ein Traum! Es musste ein Traum sein. Unmöglich, dass sie flogen und Goth weiß wo landen würden. Falls sie überhaupt flogen und Nicky nicht gerade den Verstand verlor, weil ihn Alex mit irgendwelchen fragwürdigen Substanzen an seinen Lippen außer Gefecht gesetzt hatte. Wenn es möglich war, dass Menschen mit KO – Tropfen betäubt wurden, warum sollte es dann nicht auch möglich sein, jemandem etwas betäubendes auf die Lippen zu küssen?
Nickys Gedanken rasten und malten sich dabei mit einem Mal ein Horrorszenario nach dem nächsten aus. Die Luft rauschte in seinen Ohren, riss an seinen Haaren und Nicky hielt die Augen weiterhin fest geschlossen. Sollten sie in der Hölle, oder an einem anderen grausamen Ort landen, wollte er das lieber so spät wie möglich realisieren. Aber gleichzeitig begann er sich sicher und geborgen in Alex' Umarmung zu fühlen.

Sie schienen langsamer zu werden. Die Luft um sie erwärmte sich und flaute ab. Sobald Nicky festen Boden unter seinen Füßen spürte, legte sich das Zittern, dass seinen Körper erfasst hatte langsam und vorsichtig öffnete er die Augen. Noch immer klammerte er sich an Alex, aber zögerlich hob er den Kopf und sah sich um. Was er sah, verschlug Nicky nicht nur die Sprache, sondern raubte ihm den Atem. Sein Kopf fuhr zu Alex herum und als sich ihre Blicke trafen, fragte er flüsternd mit bebender Stimme: »Wo sind wir? Sag mir endlich, wer du bist! Du kannst kein Mensch sein…«
»Du bist ja ein Blitzmerker! Sieh dich um, das ist mein Reich! Utopia! Und du bist der Auserwählte, auch wenn ich nicht weiß, aus welchem Grund dich die Legende auserkoren hat?«, hörte er Alex sagen.
Nicky schaute sich staunend um. Überall erblühten die exotischsten und seltensten Pflanzen in den schönsten Farben. »Das muss ein Traum sein!«, stellte er fest, sehr zum Missfallen seines Gegenübers. Doch wenn das kein Traum war, was wartete dann für eine Aufgabe auf ihn und warum war Alex plötzlich erbost? Hatte er etwas falsch gemacht?
»Eigentlich sollte der Auserwählte ein Kämpfer sein. Du siehst mir nicht danach aus. Zwar bist du nicht gerade winzig, aber sonderlich kräftig wirkst du auf mich nicht. Wie sollst du gegen die Baratim kämpfen und sie besiegen? Die Legende sagte, dass der Auserwählte aus den Aussenlanden zu uns kommt, aber Kurt musste erst zu dir interportieren, weil du den Weg nicht allein gefunden hast. Das steigert mein Vertrauen in dich nicht gerade.«
Nicky blickte Alex mit einem verwirrten Ausdruck an. Auserwählter? Baratim? Aussenlande? Was??? Er verstand gar nichts mehr. Welche Drogen hatten sie ihm nur gegeben? LSD? Das würde zumindest die übergroßen Pilze und Blüten erklären. Und vor allem deren kreischend bunte Farben, die fluoreszierend um die Wette strahlten. Nicky musste kurz die Augen schließen. Dieser grelle Überfluss brannte auf seiner Netzhaut. Widerlich. ›Hoffentlich wache ich bald auf und stelle fest, dass das alles nur ein verrückter Traum war,‹ dachte Nicky, als er vorsichtig wieder die Augen öffnete. Pech gehabt. Noch immer umgaben ihn Pflanzen in schillernden Farben, Pilze, die zweimal so groß wie er selbst waren. Blüten, die einen betörenden Duft verströmten, der sich mit dem Zirpen von Grillen und dem fremden Gesang unbekannter Vögel vermischten. Nicky glaubte immer noch zu träumen. Zögerlich trat er einen Schritt nach vorn und streckte die Finger nach einem blaugrünen Pilz aus, dessen Oberfläche wie Perlmutt schimmerte. Glatt und kühl fühlte sie sich an seiner Haut an. Nicky ließ die Hand sinken, drehte sich wieder zu Alex um und setzte sich schließlich in das weiche, mit karminroten Fäden durchzogene schwarze Moos. »Ich bewege mich keinen Millimeter weiter, bevor du mir nicht wirklich sagst, wo ich bin und was ich hier soll«, entschied er plötzlich säuerlich. »Deine Laune kotzt mich an. Ich bin hier derjenige, der entführt wurde. Ich bin derjenige, der nicht weiß, was das hier ist. Also habe ich auch das Recht, zu erfahren, was hier gespielt wird. Erkläre mir, was das alles soll. Dann entscheide ich, wie es weitergeht. Wenn es weitergeht.« Nicky setzte sich bequemer hin, faltete die Hände im Schoß und sah Alex herausfordernd von unten herauf, an. »Also, was ist jetzt? Ich warte«, schnaubte er ungehalten.
Und endlich ließ Alex sich neben ihm nieder, atmete tief durch und begann zu erzählen: »Wie ich dir gerade schon sagte, sind wir hier in meinem Reich – in Utopia. Was du hier um uns herum sehen kannst ist mein persönlicher Garten, er gehört zum Palast.«
Während Alex erzählte, konnte Nicky sehen, wie dessen Blicke nachdenklich, fast schon melancholisch, über die Umgebung streiften. Moment mal, was?! »Palast?«, brach es erstaunt aus Nicky hervor. »Was für ein Palast?«

Genervt verdrehte Alex die Augen und schnaubte: »Geduld scheint auch keine Stärke von dir zu sein. Wenn du mich ausreden lassen würdest, dann würdest du die Antworten auf deine Fragen erhalten.«
Gerade, als Nicky zu einer Gegenantwort ansetzen wollte, fegte ein kühler Luftzug über ihn hinweg, der ein sehr bekanntes schnatterndes Geräusch mit sich brachte. In Erwartung des kleinen Kurt suchte er mit seinen Blicken in Bodennähe die ihm noch so ungewohnte Umgebung ab, während er neben sich erst ein sehr genervtes Seufzen und dann ein warnendes: »Vorsicht vor Kurt!« hörte. Bevor er auch nur irgendeinen weiteren Gedanken fassen konnte, brach direkt vor ihm ein schwarzes Ungetüm zwischen den hohen Pilzen hervor und rannte ihn buchstäblich einfach um. Durch den Aufprall jeglicher Luft beraubt, lag Nicky nach Sauerstoff ringend flach auf dem Rücken – und über ihm stand nun eben jenes Ungetüm, welches ihn jedoch aus drei allzu bekannten purpurfarbenen Augen anblickte.
»Ich habe dich vor Kurt gewarnt, also beschwer dich bloß nicht bei mir!«, kam es dann auch noch glucksend von der Seite.
»Kurt?«, kam es noch immer leicht atemlos fragend über Nickys Lippen, »Das ist Kurt? Mein Kurt? Willst du mich verarschen?! Hilf mir lieber, verdammt nochmal, und sitz da nicht irgendwo einfach nur rum!» Seine beginnende Panik verflüchtigte sich so rasch, wie seine Wut darüber zurückkehrte, dass Alex sich wohl köstlich auf seine Kosten zu amüsieren schien.
Dieser hatte schließlich ein Nachsehen. »Los Kurt, beweg deinen bepelzten Hintern von ihm runter und mach ihm Platz.«
Nachdem Kurt, so richtig konnte Nicky das noch immer nicht glauben, endlich zur Seite getreten war, setzte er sich wieder auf und beäugte Alex ziemlich säuerlich. »Also?! Was soll das Ganze hier?«, blaffte er ihn an, denn langsam aber sicher spielten seine Nerven verrückt.
»Geduld, junger Freund. Ich war doch gerade dabei alles zu erklären, wir wurden nur etwas unglücklich unterbrochen«, entgegnete Alex grinsend.
»Ja, ja, Geduld ist eine Tugend, ich weiß, aber daraus mache ich mir nicht wirklich viel. Also ich höre Alex! Was soll der Mist?«, erwiderte Nicky trocken und sah sein Gegenüber kühl an. »Wird's bald?«, knurrte er störrisch.
»Das Orakel muss sich geirrt haben! Du hast keine der Eigenschaften die genannt wurden. Du kannst nicht der Auserwählte sein!«, meinte Alex mit einem Mal unsicher und warf einen Blick auf den Anhänger den Nicky an der Kette trug. »Lass mich raten, du hast die Kette geklaut?!« Das Gespräch wurde nun auch von seiner Seite aus eindeutig schroffer.
Nicky ballte seine Hände zu Fäusten und spürte wie er am ganzen Körper zu beben begann. Plötzlich umhüllte ihn ein warmes grelles Licht, hob ihn in die Luft und wirbelte ihn sanft umher. Blätter und Blüten umgaben seinen Körper und versetzten ihm ein seltsames Kribbeln. Was geschah denn jetzt schon wieder? Nicky war verwirrt, hatte Angst und zugleich spürte er eine sanfte Wärme die ihm innerlich Kraft verlieh.
Alex sah mit großen Augen zu, wie Nicky sich zu verwandeln anfing. Als sich der Schleier aus Nebel und Blüten lichtete, erschien das, was sich tief in Nickys Innersten verborgen gehalten hatte.
Er hatte Spitzohren, sein Antlitz war blasser als zuvor und auch seine Kleidung hatte sich verändert. So trug er lediglich noch einen Lendenschurz. Kürtchen, der wieder auf seine normale Größe geschrumpft war, krabbelte auf Nickys Schulter, während dieser vollkommen verwirrt zu Alex starrte. »Was zur Hölle … wieso bin ich denn nackt?«
»Na, so ganz stimmt das nicht!«, antwortete Alex und zeigte sich ein weiteres Mal belustigt über Nickys Unwissenheit. Spöttisch zog er die Augenbrauen hoch. »Wobei, bei dem kleinen Würstchen, bräuchtest du eigentlich keinen Schutz. Da gibt es ja nicht mal was zu sehen!«
»Haha … von wegen … aber bei dir oder was?«, konterte Nicky grimmig und fühlte sich nun endgültig verarscht.
»Hört gefälligst auf euch zu streiten!«, erklang plötzlich mahnend eine weibliche Stimme.
Voller Ehrfurcht verbeugte sich Alex vor einer schimmernden in Weiß gehüllten Frau.
Nicky hingegen stöhnte auf. »Na toll, jetzt auch noch eine Frau … mal ehrlich, wo bin ich hier nur gelandet?«
Gerade als Alex sich erhob und ihm eine Antwort geben wollte, fühlte Nicky etwas kitzelnd über sein Gesicht streichen. Es war Kurt, der über ihn hinweg wuselte. Doch etwas stimmte nicht. Wieso war Kurt so klebrig und nass? Nicky riss irritiert die Augen auf, als er plötzlich auch noch ein unverwechselbares Krähen vernahm. »Hier gibt es Hühner? Echt jetzt?«
»Was sind denn Hühner?«, fragten Alex und die Grazie wie im Chor.
Nicky legte seine Hände in die Achseln, bewegte seine Arme zügig, wackelte mit seinem Kopf vor und zurück und gackerte vor sich hin. Die beiden begannen herzhaft zu lachen. Zeitgleich wurde das Piepen und Krähen immer lauter und Nicky merkte zu spät, dass sich die fremde Welt langsam auflöste.
Er schlug die Augen auf und spürte die kalte nasse Schnauze seines Hundes Kurt in seinem Gesicht. Immer wieder leckte sein vierbeiniger Gefährte über seine Wangen. Nickys Kopf fiel zur Seite und stöhnend packte er seinen Wecker, um ihn mit Wucht gegen die Wand zu schleudern. Der Fernseher war angeschaltet und Nicky erkannte schnell, dass sein Lieblingsfilm ›Der Herr der Ringe‹ lief. Verwirrt setzte er sich auf, streckte sich und fragte sich, ob alles nur ein sehr lebhafter Traum gewesen war. Kurt tapste durch die Wohnung, hatte seine Leine im Maul und machte Nicky darauf aufmerksam, dass er Gassi musste. Noch immer schlaftrunken torkelte Nicky zur Tür, öffnete sie unbedacht und trat auf den Flur, wo er mit einem Fremden zusammenstieß.
»Ah verzeihen Sie!«
»Alles gut. Ich lebe ja noch!«, erklang eine bekannte Stimme. Als Nicky aufsah, stockte ihm der Atem.
»Hi, ich bin Alex, Ihr neuer Nachbar!«

© Wir schreiben queer | Jana Pester, Jacqueline Wetzold (Béliers Fantastische Welt), Christiane Hops, Chrisi Hecht & Tris Kele (Buchsüchtig), Jayden V. Reeves.

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4 Wochen zuvor

Lena M. Brand
🏳️‍🌈 #Gewinnspiel 🏳️‍🌈
 
Wir feiern 6 Monate wir-schreiben-queer 🥳🥳🥳 und freuen uns, wenn Ihr bei unserem Gewinnspiel vorbeischaut und uns helft eine tolle Geschichte zu schreiben. 😃

Jay & Lena

🏳️‍🌈 #Gewinnspiel 🏳️‍🌈

Wir feiern 6 Monate wir-schreiben-queer 🥳🥳🥳 und freuen uns, wenn Ihr bei unserem Gewinnspiel vorbeischaut und uns helft eine tolle Geschichte zu schreiben. 😃

Jay & Lena🏳️‍🌈 #wirschreibenqueer #QueerWriters #gewinnspiel 🏳️‍🌈

Einen wunderschönen Sonntag-Nachmittag Euch! 😁

Vor ungefähr sechs Monaten ist unser Baby mit Namen WSQ in diese Welt geschwappt und hat seitdem mit jedem Tag (Ausnahme war unser Break zu X-Mas) dem viel geposteten Hashtag #miteinanderstattgegeneinander Rechnung getragen.
Inzwischen folgen uns 982 Abonnenten, was uns riesig stolz macht und selbstverständlich möchten wir diesen Halbjahres-Geburtstag gern mit Euch zusammen feiern. 🥳

Wie Ihr wisst, haben viele Autor*innen auf den letzten Buchmessen für Euch Goodie-Pakete zusammen gestellt (wir haben berichtet) und jetzt wird es Zeit einige von diesen unter Euch zu verteilen.

Folgende Autor*innen haben uns unterstützt:
Ni Jica
Gepo Lynx
Chrissy Burg
Chris P. Rolls- Autorin
Savannah Lichtenwald – Autorin
Marc Weiherhof – Autor
Serena C. Evans
Gabriele Oscuro & Sam Jira
Sandra Schmitt & Sara Pearson
Madison Clark
Màili Cavanagh
Tanja Meurer Schattengrenzen
Juliane Seidel – Autorin
Like a Dream
QUEER gelesen
Roan Veit – Autorin
Bastian Süden
Tristan Thomas
Autorenseite: Nele Betra
Marcel Duval (www.wir-schreiben-queer.de/marcel-duval)
Ashan Delon – Autorin
Sandra Gernt – Autorin
Saskia de West Wollmic Failed

👉 Aaaaaber, wir wären nicht wir, wenn wir die Goodies einfach so in die Menge schmeißen würden. Damit das Ganze seinen Reiz hat, haben wir uns etwas ausgedacht. Ganz im Motto des Namens »Wir schreiben queer«, werden wir gemeinsam eine kleine Geschichte schreiben. Keine Angst, das wird easy und jeder kann mitmachen.

📌 A B L A U F und R E G E L N:
1. Weiter unten werdet Ihr den Beginn der Geschichte findenn.
2. Kopiert diesen in Euren Kommentar und schreibt einen passenden Satz von mindestens sechs Worten (wer Lust hat kann auch mehr) dazu und entwickelt die Geschichte weiter.
3. Der/die nächste Teilnehmer*in kopiert immer den letzten Textbeitrag vom/von der vorherigen Teilnehmer*in und fügt etwas Neues dazu an.
4. Es ist ALLES erlaubt (jedes Genre, jede Verrücktheit) – da wir es uns jedoch mit Tante FB nicht verderben wollen: bitte keine pornografischen Inhalte.
5. Es ist auch erlaubt, immer wieder an der Geschichte mitzuarbeiten. Selbst wenn Ihr bereits einen Textbeitrag hinzu gesteuert habt, dürft Ihr jederzeit weiter mitmischen! Das Besondere: So viel Engagement muss belohnt werden! Ihr erhöht so also Eure Gewinnchance!
6. Schreibt in einen weiteren Kommentar (bitte als Antwort auf Euren ersten Kommentar) vier der oben genannten Autorennamen. Der vierte Name gilt als Reserve, sollten die anderen schon ›vergeben‹ sein.
7. Traut Euch!

👉 Und was gibt’s nun zu gewinnen?
Es gibt drei Platzierungen. Die Gewinner*innen dürfen sich aus den zahlreichen Goodiepäckchen jeweils drei Autor*innen aussuchen. Je höher die Platzierung, desto mehr Auswahl hat die Gewinner*in.

‼️ Übrigens dürfen auch die beteiligten Autoren mitschreiben und so die Geschichte vorantreiben. Und außerdem kann es ja auch sein, dass Ihr selbst scharf auf so manche Goodies Eurer Kolleg*innen seid? ^^

HIER IST DER ANFANG DER GESCHICHTE:
An diesem sonnigen Samstag-Nachmittag war der Park gut besucht. Vollkommen außer Atem steuerte Nicky die nächste Bank an und ließ sich auf die Sitzfläche fallen. Endlich wurde es Frühling. Als Nicky seine Brotbox öffnete, musste er lachen. Gleich darauf leckte ihm eine raue Zunge über den Handrücken und erschrocken …

[Na wie geht es weiter? ^^]

‼️ Kleingedrucktes ‼️
– Das Gewinnspiel läuft bis zum 09.02.2020, 16: 00 Uhr.
– Die Gewinner*innen werden ausgelost und auf unserer Seite bekanntgegeben. Sollte keine Rückmeldung innerhalb von drei Tagen erfolgen, wird erneut ausgelost.
– Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt.
– Versand aus Kostengründen leider nur innerhalb Deutschlands. Porto Übernahme auf eigene Kosten ist natürlich möglich.
– Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich.
– Für auf dem Postweg verschollene Gewinne wird keine Haftung übernommen.
– Die Gewinner*innen erklären sich damit einverstanden, namentlich (FB-Username) genannt zu werden.
– Die Adressdaten der Gewinner*innen werden nur für den Versand des Preises genutzt.
– Facebook hat nichts mit dem Gewinnspiel zu tun und ist auch kein Ansprechpartner.

TEILEN ERWÜNSCHT!!

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4 Wochen zuvor

Lena M. Brand
Heute war mein erster Barfußtag des Jahres 🥳 - draußen im Garten und auf dem Balkon ... Urlaubsfeeling für mich - und das am 01. Februar 😃🙃 - irgendwie musste ich das mit Euch teilen *lach
Es hat mir nur noch ein gutes Buch und eine Liege gefehlt, aber dafür hatte ich gar keine Zeit, rund um Haus und Garten war so viel zu tun.

Aber nun geht die Sonne unter und ich mache mich daran weiter zu überarbeiten - derzeit sitze ich gerade nicht an meiner eigenen Geschichte, sondern lese Korrektur für jemand anderen.

Habt ein tolles, stressfreies Wochenende! 🥰

Bild von jacqueline macou auf Pixabay

Heute war mein erster Barfußtag des Jahres 🥳 – draußen im Garten und auf dem Balkon … Urlaubsfeeling für mich – und das am 01. Februar 😃🙃 – irgendwie musste ich das mit Euch teilen *lach
Es hat mir nur noch ein gutes Buch und eine Liege gefehlt, aber dafür hatte ich gar keine Zeit, rund um Haus und Garten war so viel zu tun.

Aber nun geht die Sonne unter und ich mache mich daran weiter zu überarbeiten – derzeit sitze ich gerade nicht an meiner eigenen Geschichte, sondern lese Korrektur für jemand anderen.

Habt ein tolles, stressfreies Wochenende! 🥰

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Für Barfuß habe ich um diese Jahrszeit noch gar nicht die Füße *lach

1 Monat zuvor

Lena M. Brand
Ich hoffe, Ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen! 💚💙
Ich dachte, es wird so langsam Zeit, auch auf meiner Seite aus der Weihnachtspause aufzuwachen und mal wieder ein kurzes Lebenszeichen von mir zu geben. 😝😀

Das neue Jahr hält für mich einige Veränderungen bereit. Mein Studium habe ich abgeschlossen (ein großer Meilenstein), berufliche Veränderung stehen an (ein weiterer Meilenstein), privat wird es auch nie langweilig ...

Momentan versuche ich erstmal die Steine auf meinem Weg zu sortieren. Was ich daraus bauen kann, weiß ich jetzt noch nicht. Schritt für Schritt arbeite ich mich durch die Möglichkeiten. Fakt ist, dass ich gerade dabei bin, mich neu zu orientieren. Und dass ich mir dabei etwas ganz Schönes erhoffe 💪💚, aber natürlich immer wieder über weitere Steine und viele Unsicherheiten stolpere. Was teils belastend ist. Vor allem, da das Ziel derzeit noch nicht richtig erkennbar ist.

Ich wünsche uns allen ein wahrlich GUTES Jahr 2020! Vor allem wünsche ich allen, die derzeit vor einem Steinhaufen stehen, dass Ihr - so wie ich (hoffentlich!!) - etwas wirklich Gutes bauen werdet! 💙

Bildquelle: www.spruchwelt.com

Ich hoffe, Ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen! 💚💙
Ich dachte, es wird so langsam Zeit, auch auf meiner Seite aus der Weihnachtspause aufzuwachen und mal wieder ein kurzes Lebenszeichen von mir zu geben. 😝😀

Das neue Jahr hält für mich einige Veränderungen bereit. Mein Studium habe ich abgeschlossen (ein großer Meilenstein), berufliche Veränderung stehen an (ein weiterer Meilenstein), privat wird es auch nie langweilig …

Momentan versuche ich erstmal die Steine auf meinem Weg zu sortieren. Was ich daraus bauen kann, weiß ich jetzt noch nicht. Schritt für Schritt arbeite ich mich durch die Möglichkeiten. Fakt ist, dass ich gerade dabei bin, mich neu zu orientieren. Und dass ich mir dabei etwas ganz Schönes erhoffe 💪💚, aber natürlich immer wieder über weitere Steine und viele Unsicherheiten stolpere. Was teils belastend ist. Vor allem, da das Ziel derzeit noch nicht richtig erkennbar ist.

Ich wünsche uns allen ein wahrlich GUTES Jahr 2020! Vor allem wünsche ich allen, die derzeit vor einem Steinhaufen stehen, dass Ihr – so wie ich (hoffentlich!!) – etwas wirklich Gutes bauen werdet! 💙

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Ich bin sicher, du baust etwas sehr schönes aus den Steinen ❤️

2 Monate zuvor

Lena M. Brand
#Weihnachten #Jahresrückblick

Auf diesem Wege möchte ich Euch frohe Feiertage wünschen! Vor allem wünsche ich Euch, dass Ihr einige wunderbare Stunden im Kreise Eurer Lieben verbringen könnt. Nutzt die Zeit, genießt die Momente, die Ihr mit Ihnen habt. 💙💚

In den vergangenen fünfzehn Monaten durfte ich erleben, wie flüchtig ein Augenblick ist. Wie schnell sich von einer Minute auf die andere das ganze Leben verändern kann. 
Ich musste mich plötzlich von einem wertvollen Menschen verabschieden, der mir nach wie vor sehr fehlt. 
Ich musste miterleben, wie aus einem fitten, aktiven Menschen ein schwerer Pflegefall wurde, den ich nun 1-3 Tage die Woche betreue. 

Ich hab einen genialen Urlaub mit den wunderbarsten Menschen verbracht - Dänemark mit Jobst Mahrenholz, Gabriele Oscuro, Sandra Gernt, Simone Mahrenholz und Antonio Kuklik. Eine Woche, die mich dieses ganze verrückte Jahr über durchgetragen hat.

Ich durfte meinen Studienabschluss mit Auszeichnung feiern - ein Traum, auf den ich hingefiebert hatte.
Jayden V. Reeves und ich haben www.wir-schreiben-queer.de gegründet und aufgebaut. Eine arbeitsintensive, und gleichzeitig wunderbare Sache, die mir sehr viel Spaß macht. 
Ein altes, eingestaubtes Schreibprojekt wurde wieder von mir geöffnet und befindet sich nun in der Überarbeitung. 

Ich habe plötzlich wieder mehr Zeit und fange an, den Stress der letzten Jahre abfallen zu lassen und mich Dingen zu widmen, die mir wirklich Spaß machen. Achte darauf, mir auch bewusst Zeit für mich zu nehmen, auch wenn dies ein Lernprozess für mich ist 🙃. Und so bin ich nun gespannt, was das nächste Jahr so bringen wird. 💪😃

Kommt gut ins Jahr 2020! Ich wünsche uns allen, dass wir ein wahrlich großartiges Jahr erleben!!! 🥳🥰

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

#Weihnachten #Jahresrückblick

Auf diesem Wege möchte ich Euch frohe Feiertage wünschen! Vor allem wünsche ich Euch, dass Ihr einige wunderbare Stunden im Kreise Eurer Lieben verbringen könnt. Nutzt die Zeit, genießt die Momente, die Ihr mit Ihnen habt. 💙💚

In den vergangenen fünfzehn Monaten durfte ich erleben, wie flüchtig ein Augenblick ist. Wie schnell sich von einer Minute auf die andere das ganze Leben verändern kann.
Ich musste mich plötzlich von einem wertvollen Menschen verabschieden, der mir nach wie vor sehr fehlt.
Ich musste miterleben, wie aus einem fitten, aktiven Menschen ein schwerer Pflegefall wurde, den ich nun 1-3 Tage die Woche betreue.

Ich hab einen genialen Urlaub mit den wunderbarsten Menschen verbracht – Dänemark mit Jobst Mahrenholz, Gabriele Oscuro, Sandra Gernt, Simone Mahrenholz und Antonio Kuklik. Eine Woche, die mich dieses ganze verrückte Jahr über durchgetragen hat.

Ich durfte meinen Studienabschluss mit Auszeichnung feiern – ein Traum, auf den ich hingefiebert hatte.
Jayden V. Reeves und ich haben www.wir-schreiben-queer.de gegründet und aufgebaut. Eine arbeitsintensive, und gleichzeitig wunderbare Sache, die mir sehr viel Spaß macht.
Ein altes, eingestaubtes Schreibprojekt wurde wieder von mir geöffnet und befindet sich nun in der Überarbeitung.

Ich habe plötzlich wieder mehr Zeit und fange an, den Stress der letzten Jahre abfallen zu lassen und mich Dingen zu widmen, die mir wirklich Spaß machen. Achte darauf, mir auch bewusst Zeit für mich zu nehmen, auch wenn dies ein Lernprozess für mich ist 🙃. Und so bin ich nun gespannt, was das nächste Jahr so bringen wird. 💪😃

Kommt gut ins Jahr 2020! Ich wünsche uns allen, dass wir ein wahrlich großartiges Jahr erleben!!! 🥳🥰

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Tolles Jahr, wünsche Dir das Beste für 2020 💜 Wir lesen uns 💜

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