Hallo Ihr Lieben,
ich hoffe, Ihr seid gut im Dezember angekommen und habt in der Weihnachtszeit immer wieder die Möglichkeit innezuhalten und die Zeit zu genießen.

Das Jahr ist fast vergangen, ich habe sehr viel gearbeitet, sehr viel Zeit mit meinen Lieben verbracht und sehr wenig gelesen. Zum Schreiben bin ich gar nicht gekommen 😏, aber die Zeiten werden sich wieder ändern – da bin ich mir sicher.

Ich möchte Euch heute Abend meine Lesehighlights 2020 vorstellen. Zwei Bücher haben es mir wirklich angetan, denn sie sind großartig und haben außerdem eine sehr persönliche Hintergrundgeschichte für mich.

Jobst Mahrenholz brachte im Mai 2020 den Roman ›Tullio‹ im MAIN Verlag heraus. Manche Szenen habe ich quasi in der Entstehung erlebt. Sie dann zu lesen, hat ganz besondere Erinnerungen geweckt. Jobst versteht es wie kaum ein anderer mit eher wenigen Worten tatsächlich alles zu sagen. Jedes Wort ist wichtig. Jeder Satz hat seinen Platz und was zwischen den Zeilen passiert, ist eigentlich das, was die Geschichte tatsächlich ausmacht und so tief geht, dass es einem manchmal richtiggehend den Atem raubt. Lest es! https://main-verlag.de/?s=Tullio

Mein zweites Riesen-Highlight war die Veröffentlichung von ›Die Scherben seiner Seele‹ von Jayden V. Reeves am 01.12.2020
Da ich für lange Zeit in der Entstehung involviert war, hat es auch einen sehr persönlichen Stellenwert in meinem Leben. Es die letzten Tage zu lesen, hat mich sehr viel Schlaf gekostet 🤪. Jayden hat ein großartiges Talent – seine Texte sind so detailliert und liebevoll beschrieben, dass die Geschichte beim Lesen wie ein Film vor dem inneren Auge abläuft.
Ich hatte die Ehre, ein persönliches Nachwort dazu zu verfassen – hier ein kleiner Ausschnitt daraus:
›Riley ist der Typ Mensch, der in seinem eigens errichteten Labyrinth aus Mauern und Grenzen regelrecht verloren gegangen ist. Zahlreiche Pfeilspitzen sind bereits tief in ihm vergraben. In Band 1 lernen wir einige dieser Spitzen kennen. […]
Die größte Wunde, die Riley allerdings durch die Pfeilspitzen in sich trägt, ist sein unterschwelliger Selbsthass, der am Ende von Band 1 seinen ersten Höhepunkt findet und ihn in einem Scherbenhaufen seines Selbst zurücklässt. In Band 2 begleiten wir Riley lange durch das Trauma des Verlustes. Er watet hilflos durch dieses Scherbenmeer seines Herzens und weiß sich nicht anders zu helfen, als sich auf jegliche Art und Weise zu betäuben. Er möchte sich nicht selbst wahrhaben, ertrinkt förmlich in seinem Hass und weitet diesen auf sein Umfeld aus. Menschen werden unbedeutend, gesichtslos und zu einem Etwas, das Riley lediglich benutzt, was in einem Teufelskreis mündet, weil dies seinen Selbsthass nur umso mehr schürt.‹
Auch hier kann ich nur sagen – lest es!
https://www.amazon.de/dp/B08P28Q9Z4/
Band 1 – ›Der steinerne Garten‹ findet Ihr hier:
https://www.amazon.de/gp/product/B06XDFWTH1/

Zu guter Letzt darf ich Euch noch verraten, dass in diesem Beitrag ein 5. Adventstürchen ›versteckt‹ ist. Unter folgendem Link findet Ihr die Lesung von Stefanie Schweda mit dem 5. & 6. Kapitel aus ›Der fromme Tanz‹ von Klaus Mann: https://ogy.de/w8gv

Ich wünsche Euch viel Spaß bei der Lesung!
Danke an die Literatunten für diese schöne Aktion!

Habt eine wunderbare Adventszeit!
Eure Lena